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Tierseuchen, Tierkrankheiten und Zoonosen

  • Bild: Eine Mitarbeiterin klebt ein Etikett mit einem QR-Code auf einen Untersuchungsantrag. Sie trägt Gummihandschuhe. Auf dem Untersuchungsantrag liegen 10 etwa fingergroße Kunststoffhülsen mit den Proben.

    Ohrstanzproben in der Probenannahme

    Foto: Formkultur

  • Bild: Blutentnahmegefäße in Haltern auf einem Förderband mit einem Greifarm zur automatischen Sortierung

    Blutproben im High Speed Sorter

    Foto: Formkultur

  • Bild: Tierärztin in Vollschutzkleidung entnimmt die Organe aus einem offenen Entenkörper

    Sektion in der Tierpathologie

    Foto: Formkultur

  • Bild: Auf einem Labortisch stehen zwei PCR-Geräte und ein Computer mit Bildschirm und Tastatur.

    PCR-Untersuchung zum Erregernachweis

    Foto: LLBB

  • Bild: Mikroskopische Aufnahme eines Trichins (Fadenwurm der Gattung Trichinella)

    Trichinella spiralis beim Wildschwein (lichtmikroskopische Aufnahme)

    Foto: LLBB

  • Bild: Unter dem Mikroskop liegt eine ca.9 mal 13 cm große Platte mit 96 Kleingefäßen (96 Well).

    Auslesen einer Mikrotiterplatte unter dem Mikroskop

    Foto: LLBB

Das LLBB führt als amtliche Untersuchungseinrichtung der Länder Berlin und Brandenburg die Diagnostik zu gelisteten Tierseuchen und weiteren Tierkrankheiten sowie Zoonosen durch. Die zwei Schwerpunkte der Tierseuchenüberwachung und -bekämpfung sind: 1. Der Ausschluss bzw. Nachweis des Erregers bei Krankheits- und Verlustgeschehen sowie 2. Die Überwachung im Rahmen von Sanierungs- und Monitoringverfahren, und auch Handels- und Quarantäneuntersuchungen. Darüber hinaus gehören Untersuchungen zur Durchsetzung des Tierschutzgesetzes zu den Kernaufgaben. Der Großteil der Untersuchungsaufträge bezieht sich auf landwirtschaftliche Nutztiere einschließlich der Fische und Bienen, aber auch zunehmend auf Wild-, Zoo- und Heimtiere.

Die Untersuchungen erfolgen auf der Basis der gesetzlichen Vorgaben der Europäischen Union, des Bundes und der beiden Trägerländer.

Das LLBB führt als amtliche Untersuchungseinrichtung der Länder Berlin und Brandenburg die Diagnostik zu gelisteten Tierseuchen und weiteren Tierkrankheiten sowie Zoonosen durch. Die zwei Schwerpunkte der Tierseuchenüberwachung und -bekämpfung sind: 1. Der Ausschluss bzw. Nachweis des Erregers bei Krankheits- und Verlustgeschehen sowie 2. Die Überwachung im Rahmen von Sanierungs- und Monitoringverfahren, und auch Handels- und Quarantäneuntersuchungen. Darüber hinaus gehören Untersuchungen zur Durchsetzung des Tierschutzgesetzes zu den Kernaufgaben. Der Großteil der Untersuchungsaufträge bezieht sich auf landwirtschaftliche Nutztiere einschließlich der Fische und Bienen, aber auch zunehmend auf Wild-, Zoo- und Heimtiere.

Die Untersuchungen erfolgen auf der Basis der gesetzlichen Vorgaben der Europäischen Union, des Bundes und der beiden Trägerländer.

Nachweis von Erregern gelisteter Tierseuchen

Für den Nachweis von Erregern gelisteter Tierseuchen steht im LLBB eine breite Palette von direkten und indirekten Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Ein wichtiger Teil der amtlichen Tierseuchendiagnostik ist die Sektion von eingesandten Tieren mit der sich anschließenden Erregeridentifikation mittels diagnostischer Untersuchungen in den verschiedenen Arbeitsbereichen (Molekularbiologie, Serologie, Virologie, Bakteriologie u. a.). So ist ein frühzeitiges Erkennen von Infektionsgeschehen sowie ein Überblick über die in den Nutztierbeständen und der Wildtierpopulation zirkulierenden Erreger gewährleistet.

Im Fall eines Tierseuchenverdachts im Bestand oder auch bei einem Wildtier wird amtlich angewiesenes, geeignetes Probenmaterial eingesandt. Bei Nutztieren handelt es sich dabei zumeist um größere Probenumfänge. In der Tierseuchendiagnostik ist die Zeitkomponente entscheidend. Ein Seuchengeschehen soll so früh wie möglich erkannt und die Verbreitung des Erregers verhindert werden. Die Untersuchungsergebnisse werden daher sehr zeitnah erwartet. Um dies zu erreichen wird zumeist die Polymerasekettenreaktion (PCR) zum Nachweis des „verdächtigten“ Erregers eingesetzt. Die PCR ist eine sehr sensitive, spezifische und schnelle Methode, die sich in den letzten Jahren zu einer der Standardmethoden für den direkten Erregernachweis in Human- und Veterinärmedizin entwickelt hat.

Für den Nachweis von Erregern gelisteter Tierseuchen steht im LLBB eine breite Palette von direkten und indirekten Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Ein wichtiger Teil der amtlichen Tierseuchendiagnostik ist die Sektion von eingesandten Tieren mit der sich anschließenden Erregeridentifikation mittels diagnostischer Untersuchungen in den verschiedenen Arbeitsbereichen (Molekularbiologie, Serologie, Virologie, Bakteriologie u. a.). So ist ein frühzeitiges Erkennen von Infektionsgeschehen sowie ein Überblick über die in den Nutztierbeständen und der Wildtierpopulation zirkulierenden Erreger gewährleistet.

Im Fall eines Tierseuchenverdachts im Bestand oder auch bei einem Wildtier wird amtlich angewiesenes, geeignetes Probenmaterial eingesandt. Bei Nutztieren handelt es sich dabei zumeist um größere Probenumfänge. In der Tierseuchendiagnostik ist die Zeitkomponente entscheidend. Ein Seuchengeschehen soll so früh wie möglich erkannt und die Verbreitung des Erregers verhindert werden. Die Untersuchungsergebnisse werden daher sehr zeitnah erwartet. Um dies zu erreichen wird zumeist die Polymerasekettenreaktion (PCR) zum Nachweis des „verdächtigten“ Erregers eingesetzt. Die PCR ist eine sehr sensitive, spezifische und schnelle Methode, die sich in den letzten Jahren zu einer der Standardmethoden für den direkten Erregernachweis in Human- und Veterinärmedizin entwickelt hat.

Überwachungs-, Sanierungs- und Monitoring-Programme und andere Untersuchungen

Ein weiterer diagnostischer Schwerpunkt sind die Untersuchungen im Rahmen von Überwachungs-, Sanierungs- und Monitoringprogrammen, aber auch Verkaufs-, Handels- und Quarantäneuntersuchungen von Tieren. Für diese Untersuchungen spielt hauptsächlich der indirekte Erregernachweis eine Rolle. Dabei wird auf die Präsenz von Erreger-spezifischen Antikörpern in Blut oder auch Milch untersucht. Neben den klassischen indirekten Nachweisverfahren hat sich in den letzten 30 Jahren insbesondere der Enzymimmunoassay (EIA, ELISA) für die Mehrzahl der Fragestellungen etabliert.

Ein weiterer diagnostischer Schwerpunkt sind die Untersuchungen im Rahmen von Überwachungs-, Sanierungs- und Monitoringprogrammen, aber auch Verkaufs-, Handels- und Quarantäneuntersuchungen von Tieren. Für diese Untersuchungen spielt hauptsächlich der indirekte Erregernachweis eine Rolle. Dabei wird auf die Präsenz von Erreger-spezifischen Antikörpern in Blut oder auch Milch untersucht. Neben den klassischen indirekten Nachweisverfahren hat sich in den letzten 30 Jahren insbesondere der Enzymimmunoassay (EIA, ELISA) für die Mehrzahl der Fragestellungen etabliert.