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Geflügelpest - eine Tierseuche im Wandel

Ursprung der aktuell zirkulierenden hochpathogenen Influenza-A-Viren

Ursprung der aktuell zirkulierenden hochpathogenen Influenza-A-Viren

In der Provinz Guangdong (China) wurde im Jahr 1996 in Hausgänsen ein hochpathogenes, d. h. stark krankmachendes, aviäres Influenza-A-Virus (AIV) des Subtyps H5N1 (HPAIV H5N1) nachgewiesen (A/goose/Guangdong/1/1996 (HP H5N1 „gs/GD“)). Dieses Virus führte zunächst lokal im Südosten Chinas zu Ausbrüchen von aviärer Influenza (auch Geflügel- oder Vogelpest genannt) bei Geflügel und Wildvögeln. Nach Jahren der endemischen Zirkulation, d. h. des ausschließlichen Auftretens vor Ort, kam es am Qinghai-See (China) zu mehrfachen Einträgen in die dort rastenden Zugvogelpopulationen, was zu einer weltweiten Verbreitung dieser Viruslinie mit dem Vogelzug in den Jahren 2005 und 2006 führte (Chen et al. 2006, Wang et al. 2008). Ausgehend von diesem „Ursprungsvirus“, entwickelten sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder neue, teils zeitgleich auftretende Virusvarianten, die zu einer Vielzahl von Geflügelpestausbrüchen in Hausgeflügelbeständen und in Wildvogelpopulationen führten (King et al. 2021 und 2022). Umfangreiche Seuchengeschehen traten in den Wintern 2014/2015, 2016/2017 und 2017/2018 auch in Deutschland auf. Bis zum Jahr 2021 konzentrierten sich diese aber auf das Winterhalbjahr.

In der Provinz Guangdong (China) wurde im Jahr 1996 in Hausgänsen ein hochpathogenes, d. h. stark krankmachendes, aviäres Influenza-A-Virus (AIV) des Subtyps H5N1 (HPAIV H5N1) nachgewiesen (A/goose/Guangdong/1/1996 (HP H5N1 „gs/GD“)). Dieses Virus führte zunächst lokal im Südosten Chinas zu Ausbrüchen von aviärer Influenza (auch Geflügel- oder Vogelpest genannt) bei Geflügel und Wildvögeln. Nach Jahren der endemischen Zirkulation, d. h. des ausschließlichen Auftretens vor Ort, kam es am Qinghai-See (China) zu mehrfachen Einträgen in die dort rastenden Zugvogelpopulationen, was zu einer weltweiten Verbreitung dieser Viruslinie mit dem Vogelzug in den Jahren 2005 und 2006 führte (Chen et al. 2006, Wang et al. 2008). Ausgehend von diesem „Ursprungsvirus“, entwickelten sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder neue, teils zeitgleich auftretende Virusvarianten, die zu einer Vielzahl von Geflügelpestausbrüchen in Hausgeflügelbeständen und in Wildvogelpopulationen führten (King et al. 2021 und 2022). Umfangreiche Seuchengeschehen traten in den Wintern 2014/2015, 2016/2017 und 2017/2018 auch in Deutschland auf. Bis zum Jahr 2021 konzentrierten sich diese aber auf das Winterhalbjahr.

Aktuell zirkulierende hochpathogene Influenza-A-Viren in Deutschland

Aktuell zirkulierende hochpathogene Influenza-A-Viren in Deutschland

In den Wintern 2020/2021 und 2021/2022 erreichte das Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Deutschland ein bislang unbekanntes Ausmaß, was die Ver­luste an Tieren, die genetische Vielfalt der Virus­varianten und die Dauer der Virusaktivität anbelangt (King et al. 2022). Nachdem bereits im Jahr 2021 einzelne Nachweise von HPAIV H5 auch im Sommer erfolgten, war ab dem Jahr 2022 eine ganzjährige Akti­vität des AIV zu verzeichnen (Pohlmann 2023). Erstmalig machte das AIV keine „Sommerpause“. In Deutschland und auch anderen europäischen Länder trat ein Massensterben in Brutkolonien von See- und Hochseevögeln auf (Pohlmann et al. 2023). So waren zum Beispiel die Brutkolonien der Basstölpel auf Helgoland betroffen. Ein an Geflügelpest erkrankter Basstölpel wurde auch in Brandenburg verendet aufgefunden, offenbar nachdem er sich orientierungslos ins Binnenland verirrt hatte. Die Ausbreitung des AIV reicht inzwischen bis in die Antarktis (Gomes et al. 2023). Neben dem Geflügelpestgeschehen an den Küsten war im Jahr 2023 eine an Möwenvögel angepasste Virusvariante für ­Ausbrüche bei binnenländischen Lachmöwen und Flussseeschwalben verantwortlich. Die Ausbreitung dieser Virusvariante ­erfolgte, von Frankreich und ­Spanien kommend, wo bereits im Jahr 2022 Fälle aufgetreten waren, auch in Deutschland (Adlhoch et al. 2023a).

Neben den Geflügelpestausbrüchen bei Vögeln traten mit den aktuellen Virusvarianten auch Infektionen bei Säugetieren auf. In Deutschland wurde das Virus bei Füchsen nachgewiesen (Pressemitteilung, LAVES 2023). Weltweit wurde HPAIV H5N1 bei verschiedenen wildlebenden Säugetieren, unter anderem beim Rotfuchs, Waschbär, Luchs, Bär, Eisbär, Fischotter, Wal, Seebär und Delphin, in unterschiedlichen Regionen der Welt nachgewiesen (Adlhoch et al. 2023b).

In den Wintern 2020/2021 und 2021/2022 erreichte das Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Deutschland ein bislang unbekanntes Ausmaß, was die Ver­luste an Tieren, die genetische Vielfalt der Virus­varianten und die Dauer der Virusaktivität anbelangt (King et al. 2022). Nachdem bereits im Jahr 2021 einzelne Nachweise von HPAIV H5 auch im Sommer erfolgten, war ab dem Jahr 2022 eine ganzjährige Akti­vität des AIV zu verzeichnen (Pohlmann 2023). Erstmalig machte das AIV keine „Sommerpause“. In Deutschland und auch anderen europäischen Länder trat ein Massensterben in Brutkolonien von See- und Hochseevögeln auf (Pohlmann et al. 2023). So waren zum Beispiel die Brutkolonien der Basstölpel auf Helgoland betroffen. Ein an Geflügelpest erkrankter Basstölpel wurde auch in Brandenburg verendet aufgefunden, offenbar nachdem er sich orientierungslos ins Binnenland verirrt hatte. Die Ausbreitung des AIV reicht inzwischen bis in die Antarktis (Gomes et al. 2023). Neben dem Geflügelpestgeschehen an den Küsten war im Jahr 2023 eine an Möwenvögel angepasste Virusvariante für ­Ausbrüche bei binnenländischen Lachmöwen und Flussseeschwalben verantwortlich. Die Ausbreitung dieser Virusvariante ­erfolgte, von Frankreich und ­Spanien kommend, wo bereits im Jahr 2022 Fälle aufgetreten waren, auch in Deutschland (Adlhoch et al. 2023a).

Neben den Geflügelpestausbrüchen bei Vögeln traten mit den aktuellen Virusvarianten auch Infektionen bei Säugetieren auf. In Deutschland wurde das Virus bei Füchsen nachgewiesen (Pressemitteilung, LAVES 2023). Weltweit wurde HPAIV H5N1 bei verschiedenen wildlebenden Säugetieren, unter anderem beim Rotfuchs, Waschbär, Luchs, Bär, Eisbär, Fischotter, Wal, Seebär und Delphin, in unterschiedlichen Regionen der Welt nachgewiesen (Adlhoch et al. 2023b).

Untersuchungen im LLBB

Untersuchungen im LLBB

Proben Säugetiere Hausgeflügel Zoovögel Wildvögel
Anzahl (Einsendungen) 155 (121) 1085 (161) 334 (197) 537 (265)
davon positiv (Einsendungen) 0 (0) 40 (1) 7 (1) 118 (41)

Proben Säugetiere Hausgeflügel Zoovögel Wildvögel
Anzahl (Einsendungen) 155 (121) 1085 (161) 334 (197) 537 (265)
davon positiv (Einsendungen) 0 (0) 40 (1) 7 (1) 118 (41)

Im LLBB erfolgten sowohl molekularbiologische als auch serologische Untersuchung zum Nachweis von Influenza-A-Viren in tierischem Probenmaterial. Die Einsendungen fanden aus folgenden Gründen statt: Seuchenausschluss bei Verdacht auf einen Krankheitsausbruch in einem Nutzgeflügelbestand oder bei anderen gehaltenen Vögeln (z. B. Zoovögeln), aktives Krankheits-Monitoring (Wildvogel-, EU-Hausgeflügel-Monitoring), Abklärung der Todesursache im Rahmen des passiven Krankheits-Monitorings und Untersuchungen bei Quarantänen bzw. vor Ausstellungen. Für den Virusgenomnachweis wurde eine stufenweise Diagnostik mittels Real-Time PCR durchgeführt, bei der zunächst alle Influenza-A-Viren in einem virustypübergreifenden Test einbezogen wurden. Bei positivem Influenza-A-Ergebnis wurden weitere virustypspezifische Real-Time PCRs zum Nachweis der potenziellen Seuchenerreger H5 und H7 durchgeführt. Die endgültige Typisierung von H5- und/oder H7-positiven Proben zur Feststellung der Pathogenität erfolgte am Nationalen Referenzlabor für Aviäre Influenza (NRL AIV) am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Greifswald-Insel Riems). Klassische virologische Verfahren, wie die Anzucht von Influenza-A-Viren auf Zellkulturen oder im embryonierten Hühnerei, wurden nur in Ausnahmefällen durchgeführt. Dies betraf in der Regel niedrigpathogene Influenza-A-Virusisolate, die nicht dem Subtyp H5 oder H7 zuzuordnen waren. Serologische Untersuchungen, d. h. der Nachweis von Antikörpern gegen Influenza-A-Viren, wurden im Berichtszeitraum ausschließlich für Untersuchungen in Wirtschaftsgeflügelbeständen eingesetzt.

Im LLBB erfolgten sowohl molekularbiologische als auch serologische Untersuchung zum Nachweis von Influenza-A-Viren in tierischem Probenmaterial. Die Einsendungen fanden aus folgenden Gründen statt: Seuchenausschluss bei Verdacht auf einen Krankheitsausbruch in einem Nutzgeflügelbestand oder bei anderen gehaltenen Vögeln (z. B. Zoovögeln), aktives Krankheits-Monitoring (Wildvogel-, EU-Hausgeflügel-Monitoring), Abklärung der Todesursache im Rahmen des passiven Krankheits-Monitorings und Untersuchungen bei Quarantänen bzw. vor Ausstellungen. Für den Virusgenomnachweis wurde eine stufenweise Diagnostik mittels Real-Time PCR durchgeführt, bei der zunächst alle Influenza-A-Viren in einem virustypübergreifenden Test einbezogen wurden. Bei positivem Influenza-A-Ergebnis wurden weitere virustypspezifische Real-Time PCRs zum Nachweis der potenziellen Seuchenerreger H5 und H7 durchgeführt. Die endgültige Typisierung von H5- und/oder H7-positiven Proben zur Feststellung der Pathogenität erfolgte am Nationalen Referenzlabor für Aviäre Influenza (NRL AIV) am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Greifswald-Insel Riems). Klassische virologische Verfahren, wie die Anzucht von Influenza-A-Viren auf Zellkulturen oder im embryonierten Hühnerei, wurden nur in Ausnahmefällen durchgeführt. Dies betraf in der Regel niedrigpathogene Influenza-A-Virusisolate, die nicht dem Subtyp H5 oder H7 zuzuordnen waren. Serologische Untersuchungen, d. h. der Nachweis von Antikörpern gegen Influenza-A-Viren, wurden im Berichtszeitraum ausschließlich für Untersuchungen in Wirtschaftsgeflügelbeständen eingesetzt.

Im Jahr 2023 waren ein Nutzgeflügelbestand und ein Zoologischer Garten von einem Geflügelpestausbruch betroffen. Es wurden 49 Wildvögel verschiedenster ­Arten positiv auf HPAIV H5N1 getestet und durch das FLI ­bestätigt. Neben einzelnen Wasservögeln waren insbesondere Greifvögel (­Habicht, Wanderfalke, Mäusebussard) sowie Lachmöwen und Flussseeschwalben betroffen. Im Zeitraum Ende Mai bis Mitte Juni wurde das Virus in mehreren Brutkolonien von Lachmöwen und Flussseeschwalben in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Havelland nachgewiesen. In den Kolonien wurde ein Massensterben der Tiere verzeichnet. Die Anzahl der verendeten Tiere war dabei um ein Vielfaches höher als die der positiv getesteten Tiere, da nicht alle Tiere untersucht werden konnten. Derart umfangreiche Geflügelpestausbrüche in Brutkolonien waren in diesem Ausmaß bei Wild­vögeln im Land ­Brandenburg in der Vergangenheit noch nicht aufgetreten.

Von den 155 im Berichtszeitraum untersuchten Säugetieren wurde, anders als in Niedersachsen, keines positiv auf Influenza A getestet.

Im Jahr 2023 waren ein Nutzgeflügelbestand und ein Zoologischer Garten von einem Geflügelpestausbruch betroffen. Es wurden 49 Wildvögel verschiedenster ­Arten positiv auf HPAIV H5N1 getestet und durch das FLI ­bestätigt. Neben einzelnen Wasservögeln waren insbesondere Greifvögel (­Habicht, Wanderfalke, Mäusebussard) sowie Lachmöwen und Flussseeschwalben betroffen. Im Zeitraum Ende Mai bis Mitte Juni wurde das Virus in mehreren Brutkolonien von Lachmöwen und Flussseeschwalben in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Havelland nachgewiesen. In den Kolonien wurde ein Massensterben der Tiere verzeichnet. Die Anzahl der verendeten Tiere war dabei um ein Vielfaches höher als die der positiv getesteten Tiere, da nicht alle Tiere untersucht werden konnten. Derart umfangreiche Geflügelpestausbrüche in Brutkolonien waren in diesem Ausmaß bei Wild­vögeln im Land ­Brandenburg in der Vergangenheit noch nicht aufgetreten.

Von den 155 im Berichtszeitraum untersuchten Säugetieren wurde, anders als in Niedersachsen, keines positiv auf Influenza A getestet.

Literatur

Literatur

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Adlhoch C., Fusaro A., Gonzales J. L., Kuiken T., Melidou A., Mirinavičiūtė G., Niqueux E., Ståhl K., Staubach C., Terregino C., Baldinelli F., Broglia A., Kohnle L. (2023b): Avian influenza overview April – June 2023. EFSA J. 2023 Jul 20;21(7):e08191. doi: 10.2903/j.efsa.2023.8191. eCollection 2023 Jul.

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Gomes F., Prado T., Degrave W., Moreira L., Magalhães M., Magdinier H., Vilela R., Siqueira M., Brandão M., Ogrzewalska M. (2023): Active surveillance for influenza virus and coronavirus infection in Antarctic birds and mammals in environmental fecal samples, South Shetland Islands. An Acad Bras Cienc. 2023 Dec 18;95(suppl 3):e20230741.
doi: 10.1590/0001-3765202320230741. eCollection 2023.

Günther A., Krone O., Svansson V., Pohlmann A., King J., Hallgrimsson G. T., Skarphéðinsson K. H., Sigurðardóttir H., Jónsson S. R., Beer M., Brugger B., Harder T. (2022): Iceland as Stepping Stone for Spread of Highly Pathogenic Avian Influenza Virus between Europe and North America. Emerg Infect Dis. 2022 Dec;28(12):2383-2388. doi: 10.3201/eid2812.221086. Epub 2022 Oct 19.

King J., Harder T., Conraths F. J., Beer M., Pohlmann A. (2021): The genetics of highly pathogenic avian influenza viruses of subtype H5 in Germany, 2006-2020. Transbound Emerg Dis 2021;68:1136–1150.

King J., Harder T., Globig A., Stacker L., Günther A., et al. (2022): Highly pathogenic avian influenza virus incursions of subtype H5N8, H5N5, H5N1, H5N4, and H5N3 in Germany during 2020-21. Virus Evol 2022;8:veac035.

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Pressemitteilung LAVES 2023: www.ml.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/influenza-virus-in-niedersachsen-bei-fuchsen-nachgewiesen-220756.html, aufgerufen am 01.07.2024.

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