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Auf dem Weg zum zweiten Staatsexamen für Lebensmittelchemikerinnen und -chemiker: Das praktische Jahr am LLBB - ein Erfahrungsbericht

Nach dem Studium ist vor dem praktischen Jahr: Das LLBB bietet für Absolventinnen und Absolventen des Studiums der Lebensmittelchemie alljährlich von Dezember bis November das „praktische Jahr“ zur Erlangung des Titels „Staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin / Staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker“ an.

Den Einstieg zum praktischen Jahr am LLBB bildet ein viermonatiges Vorpraktikum. Hierbei handelt es sich um eine individuelle projektbezogene Arbeit, die entweder in Berlin-Adlershof oder in Frankfurt (Oder) stattfindet. Im Vorpraktikum beschäftigt man sich je nach Projekt meist mit der Weiterentwicklung bestehender bzw. Etablierung neuer Analysemethoden sowie deren Validierung, jedoch auch vermehrt mit den Auswertungsmöglichkeiten von umfangreichen Analysedaten über chemometrische Methoden. Das Vorpraktikum endet mit einer Präsentation der Ergebnisse im Rahmen eines wissenschaftlichen Kolloquiums. Die Arbeit am eigenen Projekt mit dem Know-how und den analytischen Möglichkeiten des LLBB war lehrreich und spannend und ermöglichte, die im universitären Teil des Studiums der Lebensmittelchemie erworbenen Kompetenzen zu erweitern.

Im Hauptpraktikum durchlaufen alle gruppenweise eine Auswahl an produktspezifisch und analytisch spezialisierten Fachbereichen. Hierbei wird die Erstellung von Analyseplänen, die Anwendung von Analyseverfahren und die rechtliche Beurteilung zur Erstellung von Sachverständigengutachten erlernt und vertieft. Die Prüfpläne beruhen auf einer Auswahl von für das zu untersuchende Erzeugnis relevanten Ana­lyseverfahren nach dem risikoorientierten Sachverständigenprinzip (gesetzliche Vorgaben, Beanstandungshäufigkeit, probenspezifische Auffälligkeiten). Es sind hierbei neben der zu untersuchenden Produktkategorie auch das Aussehen, der Geruch und gegebenenfalls der Geschmack sowie insbesondere die Kennzeichnung zu berücksichtigen, sodass sich die Erstellung eines Prüfplans häufig komplex darstellt. Die rechtliche Beurteilung von Lebensmitteln, kosmetischen Mitteln und Trinkwasser stellten die wesentlichen Schwerpunkte des dritten Prüfungsabschnitts dar. Von Bedeutung sind hier nicht nur allgemeine Rechtsvorschriften, beispielweise zur Kennzeichnung, sondern auch produktspezifische Vorgaben, in denen unter anderem Qualitätsparameter definiert sind. 

Doch nicht nur die Arbeit der Prüfleitungen am LLBB wird vermittelt: Im Oktober hospitieren die Praktikantinnen und Praktikanten in einer der Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsbehörden in Berlin oder Brandenburg. Hier werden Lebensmittelkontrolleurinnen und -kontrolleure bei ihrer täglichen Arbeit begleitet. Diese beinhaltet unter anderem die Überprüfung von Herstellerbetrieben, des Lebensmitteleinzelhandels und der Gastronomie unter anderem auf die Einhaltung von Hygienevorschriften und Vorgaben zur Lebensmittelkennzeichnung. Zudem werden Einblicke in den Vollzug des Lebensmittelrechts gegeben und vermittelt, wie mit vom LLBB beanstandeten Proben weiterverfahren wird. Die Hospitation gab einen Überblick über einen weiteren Teil der Lebensmittelüberwachung und stellte eine wertvolle Ergänzung zur Arbeit im LLBB dar.

Und dann ist es schon fast geschafft. Im Anschluss an die Hospitation folgen im November die Staatsexamensprüfungen. Für die schriftlichen Prüfungen wird eine Beurteilung zu einer Probe aus den Bereichen Lebensmittel, Kosmetik oder Trinkwasser erstellt. Die praktischen Prüfungen sind dreigeteilt in Prüfplanerstellung, praktische Arbeit im Labor und Auswertung inklusive der Erstellung eines Protokolls. Während der mündlichen Prüfung werden alle während des praktischen Jahrs vermittelten Kenntnisse abgefragt. Der Fokus liegt dabei auf den Gebieten Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelrecht, Organisation und Funktion der amtlichen Lebensmittelkontrolle sowie Qualitätssicherung in Laboren und Betrieben.

Den krönenden Abschluss und das Ende der Ausbildung als Lebensmittelchemikerin/-chemiker bildet das Erlangen des Titels „Staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin / Staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker“. An manchen Stellen wäre eine stärkere Einbindung in den Laboralltag und ein intensiverer Austausch mit den Prüfleitungen wünschenswert gewesen. Nichtsdestotrotz war der dritte Prüfungsabschnitt am LLBB eine lohnende Erfahrung und eine Empfehlung an alle Studentinnen und Studenten der Lebensmittelchemie. Die Autoren sind – wie auch einige andere Kolleginnen und Kollegen des Ausbildungsjahrgangs – im LLBB geblieben und aktuell hier als Prüfleiter tätig.

Nach dem Studium ist vor dem praktischen Jahr: Das LLBB bietet für Absolventinnen und Absolventen des Studiums der Lebensmittelchemie alljährlich von Dezember bis November das „praktische Jahr“ zur Erlangung des Titels „Staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin / Staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker“ an.

Den Einstieg zum praktischen Jahr am LLBB bildet ein viermonatiges Vorpraktikum. Hierbei handelt es sich um eine individuelle projektbezogene Arbeit, die entweder in Berlin-Adlershof oder in Frankfurt (Oder) stattfindet. Im Vorpraktikum beschäftigt man sich je nach Projekt meist mit der Weiterentwicklung bestehender bzw. Etablierung neuer Analysemethoden sowie deren Validierung, jedoch auch vermehrt mit den Auswertungsmöglichkeiten von umfangreichen Analysedaten über chemometrische Methoden. Das Vorpraktikum endet mit einer Präsentation der Ergebnisse im Rahmen eines wissenschaftlichen Kolloquiums. Die Arbeit am eigenen Projekt mit dem Know-how und den analytischen Möglichkeiten des LLBB war lehrreich und spannend und ermöglichte, die im universitären Teil des Studiums der Lebensmittelchemie erworbenen Kompetenzen zu erweitern.

Im Hauptpraktikum durchlaufen alle gruppenweise eine Auswahl an produktspezifisch und analytisch spezialisierten Fachbereichen. Hierbei wird die Erstellung von Analyseplänen, die Anwendung von Analyseverfahren und die rechtliche Beurteilung zur Erstellung von Sachverständigengutachten erlernt und vertieft. Die Prüfpläne beruhen auf einer Auswahl von für das zu untersuchende Erzeugnis relevanten Ana­lyseverfahren nach dem risikoorientierten Sachverständigenprinzip (gesetzliche Vorgaben, Beanstandungshäufigkeit, probenspezifische Auffälligkeiten). Es sind hierbei neben der zu untersuchenden Produktkategorie auch das Aussehen, der Geruch und gegebenenfalls der Geschmack sowie insbesondere die Kennzeichnung zu berücksichtigen, sodass sich die Erstellung eines Prüfplans häufig komplex darstellt. Die rechtliche Beurteilung von Lebensmitteln, kosmetischen Mitteln und Trinkwasser stellten die wesentlichen Schwerpunkte des dritten Prüfungsabschnitts dar. Von Bedeutung sind hier nicht nur allgemeine Rechtsvorschriften, beispielweise zur Kennzeichnung, sondern auch produktspezifische Vorgaben, in denen unter anderem Qualitätsparameter definiert sind. 

Doch nicht nur die Arbeit der Prüfleitungen am LLBB wird vermittelt: Im Oktober hospitieren die Praktikantinnen und Praktikanten in einer der Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsbehörden in Berlin oder Brandenburg. Hier werden Lebensmittelkontrolleurinnen und -kontrolleure bei ihrer täglichen Arbeit begleitet. Diese beinhaltet unter anderem die Überprüfung von Herstellerbetrieben, des Lebensmitteleinzelhandels und der Gastronomie unter anderem auf die Einhaltung von Hygienevorschriften und Vorgaben zur Lebensmittelkennzeichnung. Zudem werden Einblicke in den Vollzug des Lebensmittelrechts gegeben und vermittelt, wie mit vom LLBB beanstandeten Proben weiterverfahren wird. Die Hospitation gab einen Überblick über einen weiteren Teil der Lebensmittelüberwachung und stellte eine wertvolle Ergänzung zur Arbeit im LLBB dar.

Und dann ist es schon fast geschafft. Im Anschluss an die Hospitation folgen im November die Staatsexamensprüfungen. Für die schriftlichen Prüfungen wird eine Beurteilung zu einer Probe aus den Bereichen Lebensmittel, Kosmetik oder Trinkwasser erstellt. Die praktischen Prüfungen sind dreigeteilt in Prüfplanerstellung, praktische Arbeit im Labor und Auswertung inklusive der Erstellung eines Protokolls. Während der mündlichen Prüfung werden alle während des praktischen Jahrs vermittelten Kenntnisse abgefragt. Der Fokus liegt dabei auf den Gebieten Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelrecht, Organisation und Funktion der amtlichen Lebensmittelkontrolle sowie Qualitätssicherung in Laboren und Betrieben.

Den krönenden Abschluss und das Ende der Ausbildung als Lebensmittelchemikerin/-chemiker bildet das Erlangen des Titels „Staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin / Staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker“. An manchen Stellen wäre eine stärkere Einbindung in den Laboralltag und ein intensiverer Austausch mit den Prüfleitungen wünschenswert gewesen. Nichtsdestotrotz war der dritte Prüfungsabschnitt am LLBB eine lohnende Erfahrung und eine Empfehlung an alle Studentinnen und Studenten der Lebensmittelchemie. Die Autoren sind – wie auch einige andere Kolleginnen und Kollegen des Ausbildungsjahrgangs – im LLBB geblieben und aktuell hier als Prüfleiter tätig.