Laborvergleichsuntersuchung zur Probenvorbereitung bei Bodenuntersuchungen
- Erschienen amGrüneberg B.*, Koch M. (*LLBB)
Laborvergleichsuntersuchung zur Probenvorbereitung bei Bodenuntersuchungen
Vortrag im Rahmen des 134. VDLUFA-Kongresses, 05. – 08.09.2023, Zusammenfassung im Kongressband
Das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) organisierte eine Laborvergleichsuntersuchung zur Probenvorbereitung (PrV) von Bodenproben für die Analyse von Trockenrückstand, Glühverlust, Ammonium-N und Nitrat-N (CaCl2-Extrakt), pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Gesamtkohlenstoff und Gesamtstickstoff. Es wurde ein sandiger leicht lehmiger Frischboden (gesiebt ca. 5 mm) genutzt, von dem 16 Aliquote hergestellt wurden. Jeweils acht Aliquote wurden im LLBB analysiert und an externe Labore verschickt. Die Teilnehmer wurden gebeten, die komplette PrV durchzuführen und die vorbereiteten Proben sowie die Ergebnisse ihrer eigenen (dreifachen) Analysen
zurückzusenden. Die PrV beinhaltete Homogenisierung, Trocknung, Siebung < 2 mm, Teilung und Mahlen < 250 μm (nur für Gesamtstickstoff- und Kohlenstoff).
Entsprechend des Konzepts (Abb.1) wurde das folgende statistische Modell genutzt:
x = Xwahr + εFPT + εPrV + εAnalytik (εFPT = Fehler aus der Frischprobenteilung).
Unter der Annahme, dass die Quellen der Varianzen unabhängig sind, gilt:
s2Gesamt = s2FPT + s2PrV + s2Analytik und s2PrV = s2Gesamt - s2FPT - s2Analytik
Im Vortrag werden die Standardabweichungen und die Bewertung der Daten der Labore mittels z‘-scores präsentiert. Der Unsicherheitsbeitrag der PrV war mit < 1 bis 2,5 %
gering (abhängig vom Parameter und nach Abzug der Unsicherheit aus der Frischprobenteilung). Mit der Vergleichsuntersuchung konnten Abweichungen in einigen Laboren festgestellt werden. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, bei Eignungstest für Bodenanalytik auch Frischproben inklusive der PrV zu berücksichtigen.