Sterinanalytik in Lebensmitteln – wie vielseitig ist ein System einsetzbar?
- Erschienen amKresse M., Fiol M., Biederbick T., Bergmann M.
Sterinanalytik in Lebensmitteln – wie vielseitig ist ein System einsetzbar?
Wiley Analytical Science Magazine (nur online)
Berichte über erhöhte Gehalte von Mineralölrückständen (MOH; engl. mineral oil hydrocarbons) in verschiedenen Lebensmitteln stießen vor gut zehn Jahren auf ein breites Interesse in der Öffentlichkeit [1]. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ordnete die Befunde in einer Stellungnahme hinsichtlich der Toxikologie und des Gefährdungspotentials ein [2]. Der schnelle Nachweis dieser Mineralölrückstände im Routinelabor gelang mittels eines Systems bestehend aus online gekoppelter Flüssigkeits- und Gaschromatographie mit Flammenionisationsdetektion (LC-GC-FID). Gestützt wird das Verfahren durch eine automatisierte Probenvorbereitung. Nach diversen Optimierungen hinsichtlich der Probenvorbereitung und der Messtechnik ist die grundlegende Gerätekonfiguration LC-GC(-FID) aus den meisten Rückstandslaboren nicht mehr wegzudenken.
Die Anwendungsmöglichkeiten eines LC-GC-Systems beschränken sich jedoch nicht nur auf den Rückstands- und Kontaminantenbereich. Für die Analytik von Fettbegleitstoffen erweist sich das System, in Kombination mit einer automatisierten Probenvorbereitung, ebenfalls als Alternative. Mittels der Normalphasen-LC werden dabei stets die verschiedenen Fettbegleitstoffe aufgetrennt beziehungsweise fraktioniert; die eigentliche Bestimmung erfolgt anschließend mittels GC-FID. Durch den direkten Übertrag der entscheidenden Fraktion wird eine verlustfreie, schnelle Analyse sichergestellt.
Literatur
[1] https://www.test.de/Adventskalender-mit-Schokoladenfuellung-Mineraloel-in-der-Schokolade-4471436-4471439
[2] https://doi.org/10.2903/j.efsa.2012.2704