Nitratspeichernde Gemüse. Erfahrungen aus der Routineanalytik
- Erschienen amWarschewske G., Knöspel B., Leisering R., Hütteroth A., Witt G.
Nitratspeichernde Gemüse. Erfahrungen aus der Routineanalytik
Deutsche Lebensmittel-Rundschau – DLR, 118, Mai 2022, 182-188
Die meisten Pflanzen benötigen für ihr Wachstum und zur Aufrechterhaltung ihrer Lebensfunktionen Nitrat. Das aus dem Boden aufgenommene Nitrat wird über die Wurzeln und die Leitungsbahnen der Pflanze zu den chlorophyllhaltigen Blättern transportiert, um mithilfe des Sonnenlichtes zu pflanzeneigenen Aminosäuren und Eiweißen umgewandelt zu werden.
In der Routineanalytik des Landeslabors Berlin-Brandenburg wird seit 2015 für die Nitratbestimmung in Gemüse allerdings das ionenchromatographische Verfahren eingesetzt, weil es gegenüber der enzymatischen und photometrischen Nitratbestimmung eine Reihe von Vorteilen aufweist. Dazu zählen u.a. die Automatisierbarkeit des Messverfahrens und die Möglichkeit der Bestimmung weiterer Anionen (z.B. Nitrit) in einem chromatographischen Lauf.
Ergänzend zu der Arbeit von Barricelli und darüber hinaus gehend berichten wir über unsere Erfahrungen in der Routineanalytik für die Jahre 2019 bis 2021.
Die Nitratgehalte gerade in Gemüse hängen deshalb wesentlich von den Anbaubedingungen (Bodenbeschaffenheit, Stickstoffdüngung), dem Klima (Lichtintensität, Wasserangebot) sowie weiteren Faktoren (Gemüseart, Erntezeitpunkt) ab.